FEHLER IM POLITISCHEN PROGRAMM

Ist die Schweiz auf dem Holzweg?

Warum?

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse werden ignoriert

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, aber nachwachsende Rohstoffe sind nicht einfach gleichzusetzen mit "Klimaschutz". Holzenergie ist nicht klimaneutral; bereits 2017 haben über 300 Wissenschaftler in einem offenen Brief an die EU dies bestätigt. In 2018 haben nochmals 800 Wissenschaftler inkl. Nobelpreisträger und IPCC deutlich aufgefordert, diese Aussage dringend zu revidieren: die Verwendung von Holz beschleunigt den Klimawandel. Holz dem Wald zu entnehmen, beschleunigt die globale Erwärmung! Holz ist nicht CO2 neutral. BAFU hat das nicht korrigiert, sondern ignoriert.

 

 

Der wahre Wert eines Baumes ist nicht erfasst

Der Baum ist nicht nur einen CO2-Wandler, sondern auch einen Sauerstoffproduzent, Wasserspeicher, Feinstaubfilter, Lebensraum für Tausende von Lebewesen ist und sorgt für einen gesunden Boden, reduziert Lärm und vieles mehr.

Der Baum bringt uns Menschen eine wertvolle Dienstleistung! Die Existenz von Bäumen ist nicht bewertet. Lediglich als Kostenstelle tauchen sie in den Bilanzen der Gemeinden auf: Reinigungkosten ("Dreck" der Blätter) und Nutzungs- und Pflegekosten. Im Wald bekommt der Baum lediglich als "Holzmasse" einen Wert zugeschrieben. Dabei ist der Wert der Dienstleistung eines Baumes sehr hoch: Wissenschaftler schätzen ihn auf USD 90'000-125'000. (click) Differenzen in der Bewertung erklären sich dadurch, dass ein Baum in der Stadt höher bewertet wird als einer, der auf dem Land im Wald steht. Dennoch erbringen beide die gleiche Leistung. Wer im Klimawandel bestehen will, darf sich nicht am Holzwert ausrichten, sondern am ökologischen und sozialen Wert. Der Wald kann nicht mehr alleinig den Interessen einer Wirtschaftsgruppe unterliegen, sondern den Regeln der Ökologie und Soziologie.

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Mit dem Zuwachs an Wissen über den wahren Wert eines Baumes müssen die Regeln der Waldwirtschaft geändert werden, denn fast alle unsere Wälder sind reine Plantagenwälder und keine natürlich belassen Wälder. Wir brauchen aber mehr natürliche Wälder mit starken grossen Bäumen. Die Lebenszyklen von Bäumen müssen verlängert werden. Der Lebenszyklus eines Baumes wird alleinig vom Stammwert der Forstindustrie (roter Pfeil A: max timber) bestimmt und nicht von der ökologischen Leistungsfähigkeit und Wert, den der Baum hat. (Roter Pfeil B: max ecosystem benefits). Je kürzer der Erntezyklus der Forstwirtschaft, desto grösser ist der Schaden am Klima und am Ökosystem. 

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Wem gehört unser Wald? Wer bestimmt, was mit dem Wald gemacht wird? Beispiel: Zollikon/ZH 

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???

Unsere Fragen an die Politik:

  • Wie kann dann Holz ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiestrategie 2050 sein, wenn das Klima mehr geschädigt wird durch seine Verwendung?

  • Wie kann BAFU Holz zur Energiegewinnung und Heizen empfehlen?

  • Wieso hat das neue Waldgesetz so viele Schlupflöcher für die Holzkorporationen?

  • Wieso gibt es keine unabhängige Kontrollinstanz - die Förster beurteilen sich selbst.

  • Wieso hört man nicht auf die Wissenschaft?

  • Es gibt kaum öffentlichen Wald, wollen wir den Wald nur der Wirtschaft mit Leistungszielen überlassen?

Ist die Schweizer ENERGIESTRATEGIE 2050 korrekt? Oder dient die Energiegewinnung aus Holz nur der Verschönerung der eigenen CO2 Bilanz, da Holz mit NULL CO2 eingebucht wird? Haben wir unsere Klimaziele verfehlt? Die graue Energie ist nicht mal aufgeführt. Dem Klimawandel sind unsere Mogeleien ziemlich egal - er schreitet zerstörerisch voran. 

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Wen vertritt BAFU? Die Umwelt oder die Wirtschaft?

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nein!

klimaschädigend!

nachweislich falsch!

Holz zum Heizen zu empfehlen, führt dazu, dass ganze Wälder abgeholzt werden, legal und illegal, weil sich mit Holz gut Geld verdienen lässt. Eine Umweltkatastrophe, was die Pelletsindustrie weltweit auslöste. Allein in Rumänien verschwinden 3 Hektar Wald (=3 Fussballfelder) pro Stunde. Gleiches passiert auch in Polen, Russland und Ukraine, Afrika und USA sowie Canada. BAFU fördert mit ihrer Aussage den Klimawandel. Von einer Umweltbehörde erwartet man doch anderes.

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So sieht BIOENERGIE aus. Was für eine Irreführung! 

Riesige Stapel Bäume werden verheizt. Fernwärme oder Stromproduktion durch Holz - eine klimatische Katastrophe!   

 

Mehr Info: https://pdf.sciencedirectassets.com/271097/1-s2.0-S0301421512X00053/1-s2.0-S0301421512001681/main.pdf?

In manchen EU-Ländern, etwa in den Niederlanden, in Dänemark oder in Großbritannien, ersetzen Holzpellets inzwischen sogar die Kohle in Kraftwerken. Das wirkt sich positiv auf die CO2-Bilanz dieser Länder aus, denn die Pellets gelten ja als CO2-neutral. Aber Wissenschaftler (<-klick hier) sagen genau das Gegenteil aus: Sie berechneten, dass Bäume zu verbrennen schlimmer ist als Kohle. Wir tun so als verursacht es kein CO2, aber die Realität sieht düster aus, wenn wir diesen Weg weiter gehen. Dem Klimawandel sind unsere CO2 Accounting-Tricks mit den Bilanzverschönerungen und Länder-Mogeleien ziemlich egal, er schreitet weiter und verheerend voran. Wie können wir der Politik erlauben, dass so unsere Zukunft gefährdet wird. Wieso schauen wir zu, wie das Leben ausgedienter Industriegruppen künstlich verlängert wird, ohne dass sie sich in Richtung "real zero" bewegen? 

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Hoher Anteil der erneuerbaren Energien ist Holzverbrennung, d.h. der Klimawandel

wird beschleunigt.

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Die Bekämpfung des Klimawandels verlangt zusätzliche Aufforstungen und eine massive Reduktion der Holzquote und Verlängerung der Erntezyklen. 

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit heisst: "mehr Bäume fällen" oder "mehr schwere Harvester einsetzen" (irreversible Bodenverdichtung) oder "Kahlschlag als billige Erntemethode"

Die Waldfläche (siehe Definition Waldfläche!) allein sagt nichts aus; die Klimaleistung korreliert mit der Anzahl starker grosser Bäume; und diese Baum-Altersgruppe fehlt immer mehr in unseren Wäldern. 

Eine Erhöhung der Durchforstungsquote widerspricht dem Klimaschutz.

Auch die Waldpolitik widerspricht dem Klimaschutz und auch sich selbst: überall Ungereimtheiten.

Kahlschlag gefährdet immer (!) Waldböden, Trinkwasser und die Vitalität der Bäume. Die umgrenzenden Bäume geraten unter Hitzestress, weil das feucht-kühle Mikroklima des Waldes durch die offene Fläche zerstört wurde. Der hydrologische Kreislauf wird gestört: schlechtere Versickerung, mehr Erosion, weniger Grundwasserauffüllung durch irreversible Bodenverdichtung. Noch mehr Trockenstress in den Wäldern der Zukunft.

Wir fordern von der Politik die Ungereimtheiten sofort zu beseitigen und die offenen Schlupflöcher zu schliessen. Der Klimaschutz hat aufgrund des globalen Klimanotstandes höchste Priorität! Zudem benötigen wir eine Neubewertung der Dienstleistung, die Wälder/Bäume für uns verrichten und eine neue Strategie für den Waldbau.