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WALDWIRTSCHAFT - WALDBESITZ - ÖFFENTLICHES GUT? 

WIE IST DAS DILEMMA WIRTSCHAFT VERSUS KLIMASCHUTZ ZU LÖSEN?

Lösungen für das Stehenlassen der Bäume

Foggy Forest

CO2 ZERTIFIKATE AUF WÄLDER

CO2-Emissionszertifikate können Probleme lösen, aber Vorsicht beim Aufsetzen von Regeln, denn schnell entstehen dabei Monokulturen. Gute Bio-Diversität heisst aber Artenvielfalt und diese verlangt Mischwälder unterschiedlichster Altersstruktur. Die Idee dahinter: Man lässt den Wald in Ruhe wachsen. Die Bäume tun das, was sie immer immer machen: sie wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Schlägt die Forst nun kein Holz mehr, gibt es aber keine Einnahmen für die Waldbesitzer und dessen Bewirtschafter. Wer entschädigt die Waldbesitzer und die Forstwirtschaft für das Stehenlassen der Bäume? Dies könnte nach dem Vorbild Neuseelands z.B. über CO2-Emissionszertifikate gemacht werden. Dort erhält die Forstwirtschaft im Rahmen des vereinbarten CO2-Handelssystems eine Vergütung für ihre Klimaschutzleistungen.

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ENTSCHÄDIGUNG DER WALDBESITZER AUS EINEM "KLIMAFOND".

Die CO2-Steuer ist eine Umweltsteuer auf Treibhausgase. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen geleistet werden. Der Fond wird durch diese Gelder finanziert. Beispielsweise eine CO2 Steuer auf Kerosin.

 

Unser pro Kopf CO2 Verbrauch beträgt ca. 12 Tonnen (inkl. der "grauen Energie", d.h. Einberechnung aller eingesetzten Energien von der Rohstoffgewinnung, des Transports bis zur Abfallbeseitigung unseres Konsums). Unsere Treibhausgas-Verschmutzung ist im Pro-Kopf-Ländervergleich damit sehr hoch. Reist eine vierköpfige Familie mit dem Flugzeug von Zürich in die Türkei, verursacht dies rund 2.7 Tonnen CO2-Ausstoß. Die CO2 Tonnen werden nun besteuert. Wer erste Klasse fliegt, zahlt deutlich mehr. Auch ein Kleinauto für Familieneinkäufe pro Jahr verbraucht 2.7 t CO2. Verbraucher können die CO2 Steuer durch Verhaltensänderungen aus dem Weg gehen. Aber die verursachte Verschmutzung hat nun einen Preis. Der Baum bekommt einen "Existenzwert" für seine wertvolle Dienstleistungen. Dieser sind wesentlich höher als sein Holzpreis.

Das Geld der Umweltsteuer (aus dem Klimafond) entschädigt die Waldbesitzer fürs Stehenlassen der Bäume und gleicht damit ihre materiellen Verluste aus. Das Verbrennen von Holz zur Energiegewinnung sollte verboten werden. Das Verwenden von Holz muss die CO2 Absorptionslücke mit einberechnet werden und entschädigt werden. 

Effektiver Klimaschutz heisst massive Aufforstung und massgebliche Reduktion der Durchforstungsquote. Pellets oder Brennholz als Heizmaterial sind klimaschädlicher als andere Energiestoffe, da Holz nicht CO2 neutral ist - das sollte verboten werden. Klimaschutz fordert eine Reduktion des generellen Holzkonsums (Verpackungen, Wegwerf-Artikel, Einmalpapier, Pellets, Brennholz). “Bauen mit Holz” für Architekten ein neuer Absatzmarkt der Holzindustrie. Aber auch dort entsteht allein durch die Entnahme der Biomasse eine CO2 Lücke im Abbau von Treihausgasen.  Also selbst Möbelstücke aus Holz müssen nachhaltiger und langlebig werden, sonst schauen wir in eine düstere Zukunft.

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MEHR GERECHTIGKEIT UND FAIRE MARKTWIRTSCHAFT

Ein Senken der Fördergelder für fossile Energieträger (Erdöl) ist wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll (ETH). Aber immer noch werden weltweit hunderte Milliarden USD (IEA) in Subventionen fossiler Brennstoffe gesteckt. Die Schweiz erhebt eine Steuer auf Mineralöl: dadurch nimmt sie 6 Milliarden Franken ein. Auf alles was Emissionen (inkl. Holz) macht, sollte eine Steuer erhoben werden. Diese Gelder müssen nur in die richtige Richtung gelenkt werden, zur Erhaltung einer lebenswerten Welt.

Die Schweiz braucht eine strengere "Public Policy" für alle Holzimporte und Holzprodukte. Anti-Logging-Gesetze müssen wirklich durchgesetzt werden. Hölzer und Holzprodukte dürfen nur importiert werden, wenn die Herkunft des Rohmaterials vollständig deklariert ist und dessen Stationen lückenlos zurückverfolgbar ist. 

Harte Bestrafung von Betrügereien und anderen Mogelpackungen, wie "green washing".

Umweltzertifizierungsprogramme, die uns Verbraucher transparent informieren und Kaufentscheidungen beeinflussen.

Klimaschutz fängt lokal an und stoppt nicht an der Landesgrenze. Klimafragen sind global. Sie fordern eine aktive Rolle an Programmen und Massnahmen, so dass arme Nationen und Gemeinden für die Erhaltung ihrer Wälder Unterstützung erhalten.